Neue Studie: Die glückliche Variante des Kapitalismus 2.0

Länder mit einer hohen Lebensqualität haben viele, teilweise überraschende Gemeinsamkeiten. Unsere neue Studie „Die glückliche Variante des Kapitalismus 2.0“ beleuchtet 25 Länder entlang von 16 verschiedenen Indikatoren. Eine statistische Clusteranalyse fasst ähnliche Länder zu Gruppen zusammen.


Zu den Ländern der glücklichen Variante des Kapitalismus gehören Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, die Niederlande, die Schweiz, Neuseeland – und Deutschland. Dort ist z.B. die Arbeitslosenquote niedrig, die Arbeitszeit kurz, Wirtschaft und Presse sind frei, der Staat ist effektiv und Frauen spielen eine relativ gleichberechtigte Rolle. Insgesamt wurden sechs Varianten des Kapitalismus identifiziert und mit vielen Grafiken illustriert.


Die Studie ist auch auf Englisch als „The happy variety of capitalism 2.0“ verfügbar.

Der Fortschrittsblog

Aufbauend auf unseren Forschungsarbeiten, den daraus abgeleiteten Vorschlägen im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin und unseren praktischen Erfahrungen aus „Schöne Aussichten – Forum für Frankfurt“ gibt es ein neues Projekt des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt: den Fortschrittsblog. Hier bezieht der Direktor des Zentrums klare Positionen zu aktuellen Themen rund um Dialog, Visionen, Messung und Handeln für mehr Lebensqualität. Jüngste Beiträge befassen sich u.a. mit dem Brexit und der Finanzierung von Projekten für mehr Lebensqualität.

Schöne Aussichten – Forum für Frankfurt

Die Einwohner von Frankfurt konnten im Prozess „Schöne Aussichten - Forum für Frankfurt" sagen was für sie zählt und können gemeinsam an einer Verbesserung der Lebensqualität arbeiten. Auf der Auftaktveranstaltung im Mai 2014 waren 100 Bürger dabei (Impressionen), es folgten 15 kleinere Veranstaltungen und die Visionsveranstaltung im November 2014 (Präsentation und Film mit Impressionen). Im Februar 2016 schloss sich die Veranstaltung "Frankfurt, was zählt 2016" an (Dokumentation und Film dazu).
Aus den Ergebnissen der Veranstaltungen und vieler Gespräche hat das Team Visionen für 10 Themenfelder abgeleitet. Im Juni 2015 wurden unter der Überschrift "Frankfurt, was zählt!" 50 Indikatoren für Lebensqualität in Frankfurt vorgestellt. Konkrete Projekte wie die Weltreisen durch Wohnzimmer können zu mehr Lebensqualität beitragen. Visionen und Indikatoren werden nun von verschiedenen Akteuren in der Stadtgesellschaft für ihre eigene Arbeit genutzt.

Handbuch Lebensqualitätsprozesse

Die gemeinsame Arbeit an der Zukunft von Gesellschaften und der Definition und Verbesserung der Lebensqualität braucht neue Prozesse. Unser Handbuch Lebensqualitätsprozesse (English version) stellt einen leistungsfähigen Prozess der Zukunftsgestaltung mit den vier Elementen Dialog, Visionen, Messung und Handeln vor. Es kombiniert Einblicke aus Lebensqualitätsprozessen in Deutschland und weltweit mit wissenschaftlicher Forschung und eigenen praktischen Erfahrungen im Rahmen von „Schöne Aussichten – Forum für Frankfurt“. 

Regierungsstrategie „Gut leben in Deutschland"

Der Direktor des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt, Dr. Stefan Bergheim, ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Regierungsstrategie Gut leben in Deutschland" der Bundesregierung. Es wurde ein Bürgerdialog über Lebensqualität durchgeführt (Dialog), auf dessen Basis regelmäßig über Stand und Fortschritt der Verbesserung von Lebensqualität berichtet wird (Messung). Die Erkenntnisse münden in einen ressortübergreifenden Aktionsplan „gut leben“ zur Verbesserung der Lebensqualität in Deutschland (Handeln). Dazu wurde Stefan Bergheim im ZDF Morgenmagazin (live im Studio und vorab in Frankfurt) sowie in der Tagesschau, im Deutschlandradio und vom Bundespresseamt im Video interviewt. Auf der Einheitsfeier in Frankfurt stellte er das Projekt auf der Bühne der Bundesregierung vor (Foto). Im Blogbeitrag mit Ben Warner finden sich Bezüge zur Arbeit des Zentrums.
Unsere Beiträge auf dem 1. Internationalen Deutschlandforum der Bundeskanzlerin 2013 zu „Was Menschen wichtig ist - Lebensqualität und Fortschritt" (ProgrammVideo ab 76:50 und Text von uns) sowie in der von Stefan Bergheim geleiteten Arbeitsgruppe „Wohlstand, Lebensqualität und Fortschritt“ im Zukunftsdialog 2011/12 sind somit auf positive Resonanz gestoßen. Die Vorschläge der AG finden Sie hier ab Seite 103 in der Langfassung ab Seite 319 (in the English version from page 106). Ein Bürgerdialog zu Lebensqualität ist Vorschlag 1, das Berichtssystem Vorschlag 3 und der Fortschrittsbericht Vorschlag 8. Bilder von den Veranstaltungen hier, hier und hier.

Fortschrittsindex 2013 – Lebensqualität vermessen

Die dritte Auflage unseres Fortschrittsindex, der Fortschrittsindex 2013, ist nach wie vor der einzige Lebensqualitätsindex, der ökonomische, soziale und ökologische Aspekte des Fortschritts zusammenfasst und für 22 Länder über einen längeren Zeitraum verfügbar ist. Deutschland lag im Jahr 2012 auf dem vierten Platz hinter Norwegen, Neuseeland und Australien. Von 2002 bis 2012 haben Südkorea, Norwegen, Neuseeland und Deutschland den größten Fortschritt gemacht. Die hohe Dynamik Deutschlands ist auf höhere Einkommen und mehr Ausbildung zurückzuführen. In den Bereichen Gesundheit und Umwelt war dagegen relativ wenig Fortschritt zu verzeichnen.

Publikationsreihe „Schöne Aussichten"

Können Visionen Kräfte mobilisieren? Wie sieht eine wünschenswerte Zukunft aus? Wie können wir messen, ob wir dieser Zukunft näher kommen? Diesen Fragen geht unser Projekt „Schöne Aussichten“ nach, das im Vorwort erläutert wird. Das Hintergrundpapier „Bessere Zukunft mit Visionen" von Juliane Pohl erläutert die Wirkung positiver Zukunftsbilder. Die bisher erschienen Folgen sind:
- Folge 1: Der Große Übergang (Juliane Pohl)
- Folge 2: Die Global Reporting Initiative (Veronica Barth)
- Folge 3: Tasmanien Gemeinsam (Stefan Bergheim) (also in English)
- Folge 4: Das Indikatorenprojekt Jacksonville (Matthias Verbeck)
- Folge 5: Die Vision 2050 des WBCSD (Kirsten Brühl)
- Folge 6: Die Traumgesellschaft (Juliane Pohl)
- Folge 7: Santa Cruz - Projekt zur Gemeinschaftsbewertung (Ines Seidel)
- Folge 8: Demokratie - Ein Ausflug ins Mögliche (Jan Lachenmayer und Timo Maier)
- Folge 9: Die Gemeinwohl-Ökonomie (Ulrike Reisach)
- Folge 10: Ireland 2016 (Hans-Peter Schoech)
- Folge 11: Werte schaffen Werte (Daniela Scholl)
Den Abschluss des Projekts bildet ein 16-seitiges Synthesepapie von Stefan Bergheim „Die Kraft gesellschaftlicher Visionen" mit vielen Einblicken und den Schlussfolgerungen für die Arbeit des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt.

Fortschritt fördern – Mitglied werden

Werden Sie Teil unseres Fortschrittsnetzwerks und unterstützen Sie die gemeinnützige Arbeit des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt durch Ihre Mitgliedschaft. Mehr Informationen über unsere Arbeit, die ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert wird, finden Sie in unserem Faktenblatt, in der Vereinssatzung und im Tätigkeitsbericht für 2014. Wenn Sie überlegen uns zu unterstützen, so senden wir Ihnen gerne mehr Informationen über unsere Arbeit und unsere Projekte. mehr